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Torres del Paine

Aktualisiert: 8. Juni 2020

Trotz anfänglich kaltem und regnerischem Wetter verbringen wir drei Tage im unglaublich schönen und gut gepflegten Nationalpark Torres del Paine. Nach dem Besuch wundert es uns kein bisschen mehr aus welchem Grund der Park mit unglaublich schönen Bergen, klaren und türkisfarbenen Lagunen und grossartigen Aussichtspunkten ein solcher Touristenmagnet ist.


Nach der Ankunft in Ushuaia downloaden wir in einem Café unser Leben aus dem World Wide Web runter und bemerken, dass wir nicht allzu viel verpasst haben. Vergebens versuchen wir online eine Versicherung für Chile abzuschliessen und machen uns kurz vor Mittag wieder auf die Strasse Richtung chilenische Grenze. Unser Ziel ist es, die Fähre nach Punta Arenas in Porvenir am Abend zu erwischen. Gemäss Angaben im Internet gibt es nur eine Fähre an diesem Freitag, was wir nicht wirklich glauben.


Der Weg nach Porvenir führt uns durch einen wunderschönen Teil Feuerlands, den wir im Licht der untergehenden Sonne geniessen. Leider verpassen wir die Fähre um eine Stunde und tatsächlich fährt nur eine an diesem Freitag. Am nächsten Tag steht auch eine einzige Fähre nach Punta Arenas auf dem Fahrplan und die ist um acht Uhr abends angesagt. Wir suchen einen windgeschützten Platz zum Schlafen und wollen am Morgen sehen was wir hier machen können. TripAdvisor zeigt vier! Restaurants im Ort an und ein Schild beim Café, welches wir zum Frühstück aufsuchen wollen, besagt, dass dieses erst um 16:00 Uhr öffnet. Wir verbringen den Tag in diesem Kaff also damit unsere Kleider waschen zu lassen und Druckknöpfe an unsere Vorhänge anzunähen.

Auf der Magellanstrasse erreichen wir Punta Arenas am späten Abend und verbringen eine Nacht am Meer. Am nächsten Tag setzen wir unseren Weg nach Puerto Natales fort. Dies ist der Ausgangspunkt für einen Besuch des weltbekannten Torres del Paine Nationalparks. Nach einem lustigen Abend mit Niamh und Joe fahren wir am nächsten Tag die über 100 Kilometer in den Nationalpark. Eigentlich wollten wir den W- und noch viel lieber den O-Trek wandern. Um den Trail zu starten, muss man alle Camping-Plätze oder Refugio-Übernachtungen im Voraus buchen. Wir sind nicht die einzigen die dies vorhaben und viele Plätze sind bis auf unglaublich teure Optionen oder nicht wirklich sinnvolle Routenoptionen ausgebucht. Wir entscheiden uns daher den Park mit Tageswanderungen zu erkunden.

Mit Niamh & Joe in Puerto Natales - thank you guys!

Nationalpark Torres del Paine

Der Wecker am nächsten Tag klingelt früh. Da es aber die ganze Nacht durchgeregnet hat und der Regen auch weiterhin auf unser Dach prasselt, entscheiden wir uns liegen zu bleiben und die Wanderung zum Lago Torre am nächsten Tag bei besserem Wetter in Angriff zu nehmen. Das sind die echten Vorteile eines eigenen Vans.

Erster Blick auf die Torres
Cheers to the sun
Und da sind sie

Im Tagesverlauf lässt sich die Sonne blicken und wir können einen ersten Blick auf die Türme des Torres del Paine erhaschen. Bis zum nächsten Morgen bleibt es trocken und wir nehmen am morgen früh die 12 Kilometer Aufstieg bis zur Lagune in Angriff. Der Weg führt durch Wälder und steinige Passagen kontinuierlich bergauf. Nur einige Frühaufsteher, die den Sonnenaufgang sehen wollten, kommen uns entgegen. Oben angekommen, geniessen wir den Blick auf die blaue Lagune und die in Wolken eingehüllten Torres. Wir verharren zwei Stunden oben, bevor der grosse Ansturm von Tagestouristen aus Puerto Natales oben ankommt. Leider lichten sich die Wolken nicht und wir machen uns an den Abstieg, ohne die Türme von Nahem gesehen zu haben. Hunderte von Personen in zum Teil Gruppen von bis zu fünfzehn Personen kommen uns entgegen, was den Abstieg ziemlich mühsam macht. Plötzlich sind wir froh, haben wir uns entscheiden, den O-Trek nicht zu machen, wobei es auf den ersten Etappen durch die Begrenzung auf 80 Personen sicherlich weniger Leute gehabt hätte.

Blick beim Lago Torro

Am nächsten Tag besuchen wir den westlichen Teil des Parks und entscheiden uns für einen kurzen Weg zum Cuerno Lookout. Der Wind bläst uns in Böen entgegen, aber die Aussicht ist unbezahlbar. Nach dem Wasserfall führt der flache Weg durch eine surreale Baumlandschaft und führt uns auf einen kleinen Hügel. Wir geniessen den unbeschreiblich schönen Ausblick auf den Lago Nordenskjöld und das Bergmassiv vor uns. Teilen müssen wir das Ganze lediglich mit einigen scheinbar kilometerweit über uns schwebenden Kondoren.

Am Wasserfall Salto Grande
Blick auf den Lago Nordenskjöld

Über holprige Pisten verlassen wir den schönen Nationalpark nach drei Tagen bei bestem Wetter und letzten Blicken auf Gletscher, Wasserfälle, unglaublich blaues Wasser und Guanacos und machen uns auf den Weg zurück nach Argentinien.

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